Medizinisch geprüft von Dr. Ludger HannekenÄrztlicher Leiter · Smart Dry Eyes

Viele Menschen schieben einen Termin auf, weil sie nicht wissen, was sie erwartet. Dabei ist eine moderne Trockene-Augen-Diagnostik in der Regel schmerzfrei, unkompliziert und sehr aufschlussreich.
In diesem Beitrag erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie eine Untersuchung abläuft, welche Untersuchungen dabei durchgeführt werden und wie Sie sich darauf vorbereiten können.
Warum eine Trockene-Augen-Untersuchung anders ist
Bei einer normalen Augenuntersuchung stehen vor allem Sehschärfe, Augeninnendruck und die allgemeine Gesundheit der Augen im Mittelpunkt. Die Funktion des Tränenfilms und der Meibom-Drüsen wird dabei nicht immer ausführlich untersucht.
Deshalb kann es vorkommen, dass jemand trotz unauffälliger Routineuntersuchung weiterhin unter Brennen, Tränen, Fremdkörpergefühl oder einem sandigen Gefühl in den Augen leidet.
Eine spezielle Trockene-Augen-Diagnostik setzt hier gezielt an. Sie untersucht den Tränenfilm, die Augenoberfläche und die Meibom-Drüsen, um besser zu verstehen, wodurch die Beschwerden entstehen.
Was bei der Untersuchung passiert
Eine umfassende Diagnostik ist gründlicher als eine normale Routinekontrolle, aber in der Regel nicht unangenehm. Typischerweise gehören mehrere Schritte dazu:
- Ein ausführliches Gespräch: Wir sprechen über Ihre Beschwerden, wann sie auftreten oder besonders stark sind, Ihre bisherigen Behandlungen sowie relevante Erkrankungen und Medikamente. Häufig hilft zusätzlich ein standardisierter Fragebogen dabei, die Stärke und die Auswirkungen der Beschwerden einzuschätzen.
- Untersuchung der Augenoberfläche: Mit dem Mikroskop und gegebenenfalls speziellen, gut verträglichen Farbstoffen wird die Oberfläche des Auges untersucht. Dadurch lassen sich beispielsweise Veränderungen der Hornhaut und Bindehaut sowie die Stabilität des Tränenfilms beurteilen.
- Meibographie: Mit einer schmerzfreien Infrarotaufnahme werden die Meibom-Drüsen im Inneren der Augenlider sichtbar gemacht. So lässt sich erkennen, ob Drüsen verändert, verkümmert oder möglicherweise verstopft sind.
- Messung des Tränenfilms: Je nach Untersuchung können unter anderem Tränenmenge, Tränenfilmstabilität und die Konzentration der Tränen beurteilt werden.
Nicht jede dieser Untersuchungen ist bei jedem Patienten notwendig. Welche Tests sinnvoll sind, hängt von den Beschwerden und dem bisherigen Befund ab.
Schnell und unkompliziert
Eine moderne Trockene-Augen-Diagnostik kommt in der Regel ohne Nadeln oder schmerzhafte Eingriffe aus. Die Untersuchungen sind überwiegend berührungsfrei.
Das Ziel ist, ein möglichst vollständiges Bild davon zu bekommen, warum Ihre Augen Beschwerden verursachen. So muss die Behandlung nicht allein auf Vermutungen oder dem Ausprobieren verschiedener Tropfen beruhen.
So können Sie sich vorbereiten
Ein wenig Vorbereitung kann dazu beitragen, dass die Untersuchung möglichst aussagekräftig ist:
- Verzichten Sie einige Stunden vor dem Termin möglichst auf Augentropfen, sofern Ihnen nicht ausdrücklich etwas anderes empfohlen wurde.
- Kommen Sie möglichst ohne Augen-Make-up.
- Nehmen Sie Ihre Kontaktlinsen rechtzeitig vor dem Termin heraus.
- Bringen Sie eine Liste Ihrer regelmäßig eingenommenen Medikamente und – wenn möglich – eine Übersicht der bisher verwendeten Augentropfen mit.
Wenn Sie unsicher sind, ob Sie Ihre Tropfen oder Kontaktlinsen vor der Untersuchung weglassen sollten, fragen Sie am besten vorab in der Praxis nach.
Was Sie nach der Untersuchung wissen
Am Ende sollte es nicht nur heißen: „Sie haben ein Trockenes Auge.“
Eine gute Diagnostik soll möglichst konkret zeigen, welche Form des Trockenen Auges vorliegt, welche Faktoren dazu beitragen und wie stark die einzelnen Bereiche betroffen sind.
Auf dieser Grundlage kann ein individueller Behandlungsplan erstellt werden. Gleichzeitig entstehen objektive Ausgangswerte, mit denen sich bei späteren Untersuchungen überprüfen lässt, ob eine Behandlung tatsächlich zu einer Verbesserung führt.
Die Untersuchung bei Smart Dry Eyes
Bei Smart Dry Eyes verbinden wir eine ausführliche Anamnese mit einer sorgfältigen Untersuchung der Augenoberfläche, der Meibom-Drüsen und des Tränenfilms.
Aus den einzelnen Befunden entsteht ein Gesamtbild, das uns hilft, die wahrscheinlichen Ursachen Ihrer Beschwerden zu erkennen und daraus einen individuellen Behandlungsplan abzuleiten.
Häufige Fragen
Tut die Untersuchung weh?
Nein, die Diagnostik ist in der Regel schmerzfrei. Bei bestimmten Untersuchungen können Farbstoffe verwendet werden. Diese können kurzzeitig ein leichtes Brennen verursachen, das normalerweise schnell wieder nachlässt.
Wie lange dauert eine Trockene-Augen-Diagnostik?
Eine umfassende Untersuchung dauert je nach Umfang in der Regel etwa 30 bis 60 Minuten.
Brauche ich eine Überweisung?
Das hängt von Ihrem Versicherungs- und Behandlungsweg ab. Ob eine Überweisung erforderlich ist, können Sie bei der jeweiligen Praxis oder vor der Terminvereinbarung klären.
Finden Sie die Ursache Ihrer trockenen Augen
Machen Sie den validierten Trockene-Augen-Test oder vereinbaren Sie einen Beratungstermin. Wir helfen Ihnen herauszufinden, welche Faktoren hinter Ihren Beschwerden stehen und welche Behandlung sinnvoll sein könnte.
Lieber persönlich? Finden Sie eine Smart-Dry-Eyes-Klinik in Ihrer Nähe – in Deutschland, der Schweiz, Andorra oder Mexiko.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Augenärztin oder einen Augenarzt.



