Startseite > Blog > Wenn Augentropfen nicht mehr ausreichen

Wenn Augentropfen nicht mehr ausreichen

Dr. Ludger Hanneken Medizinisch geprüft von Dr. Ludger Hanneken
Ärztlicher Leiter · Smart Dry Eyes
Frau wendet Augentropfen an

Haben Sie einen Tropfen nach dem anderen ausprobiert und Ihre Augen sind trotzdem noch trocken? Künstliche Tränen können die Beschwerden beim Trockenen Auge lindern – doch die Wirkung hält oft nicht lange an. Wenn ein Tropfen, der früher geholfen hat, plötzlich nicht mehr ausreicht, liegt das meist nicht daran, dass sich das Auge „daran gewöhnt“ hat. Vielmehr kann es ein Hinweis darauf sein, dass die eigentliche Ursache genauer betrachtet werden sollte. Hier erfahren Sie, warum das passieren kann und was Sie tun können.

Wenn die Linderung nur kurz anhält

Haben Sie schon ein halbes Regal aus der Apotheke ausprobiert und Ihre Augen sind trotzdem noch trocken? Das ist eine bekannte und frustrierende Situation. Häufig bedeutet es, dass die Tropfen zwar die Beschwerden lindern, die eigentliche Ursache des Trockenen Auges aber nicht ausreichend behandelt wird.

Das ist nicht Ihr Versagen – vielmehr kann es ein Zeichen dafür sein, dass es Zeit ist, genauer hinzuschauen und die Ursache der Beschwerden zu klären.

Dass die Wirkung der Tropfen nicht lange anhält, kann verschiedene Gründe haben: Der verwendete Tropfentyp passt möglicherweise nicht zu der Form des Trockenen Auges. Zusätzlich können eine Funktionsstörung der Meibom-Drüsen, eine Blepharitis, eine Allergie oder eine trockene Umgebung eine Rolle spielen. Auch kann sich das Trockene Auge im Laufe der Zeit verändern. Manche Tropfen enthalten zudem Konservierungsmittel, die eine empfindliche Augenoberfläche bei häufiger Anwendung reizen können. Und nicht jeder brennende oder schmerzende Augenreiz hat seine Ursache ausschließlich in einem instabilen Tränenfilm – auch die Nerven oder andere Erkrankungen können beteiligt sein.

Es gibt eher wässrige Tropfen, Gel-Tropfen und Präparate mit einem höheren Fettanteil. Welcher Tropfen geeignet ist, hängt davon ab, was die Beschwerden verursacht.

Die Konservierungsmittel-Falle

Beim sehr häufigen Tropfen gibt es einen wichtigen Punkt, den man kennen sollte:

  • Viele herkömmliche Augentropfen enthalten Konservierungsmittel, die die Augenoberfläche bei häufiger Anwendung reizen können.
  • Wenn künstliche Tränen regelmäßig und langfristig angewendet werden, insbesondere mehrmals täglich, sind konservierungsmittelfreie Präparate häufig die bessere Wahl.
  • Eine sehr häufige Anwendung eines ungeeigneten Präparats kann eine empfindliche Augenoberfläche zusätzlich belasten, anstatt die Beschwerden nachhaltig zu verbessern.

Anzeichen dafür, dass Sie eine Kontrolle brauchen

Einige typische Muster sprechen dafür, dass Tropfen allein möglicherweise nicht ausreichen:

  • Sie benötigen die Tropfen ständig, doch die Erleichterung hält nur wenige Minuten an.
  • Sie haben bereits mehrere Präparate ausprobiert und erzielen mit allen ein ähnliches Ergebnis.
  • Die Beschwerden nehmen im Laufe des Tages oder bei längerer Bildschirmarbeit weiter zu.
  • Ihre Lider sind verklebt oder verkrustet, oder die Augen tränen trotz der Trockenheit und der Anwendung von Tropfen.

Was die Ursache wirklich behandelt

Wenn die Wirkung der Tropfen nur kurz anhält, sollte neben der Linderung der Beschwerden auch nach der Ursache gesucht werden. Je nach Befund kann beispielsweise eine gezielte Lidpflege bei einer Funktionsstörung der Meibom-Drüsen oder bei einer Blepharitis sinnvoll sein. Auch die Behandlung einer Entzündung oder Veränderungen der Umgebung – etwa das Vermeiden direkter Zugluft und regelmäßige Bildschirmpausen – können helfen.

Konservierungsmittelfreie künstliche Tränen können dabei weiterhin sinnvoll sein. Sie sollten jedoch nicht zwangsläufig die einzige Maßnahme bleiben.

Wie Smart Dry Eyes hilft

Wir schauen genauer hin, warum Ihre bisherigen Tropfen nicht ausreichen. Häufig spielen die Meibom-Drüsen, die Stabilität des Tränenfilms, eine Entzündung der Augenoberfläche oder andere Faktoren eine Rolle.

Auf dieser Grundlage passen wir die Behandlung individuell an. Ziel ist es, die Ursache der Beschwerden gezielt zu behandeln, den Tränenfilm zu stabilisieren und dadurch den Bedarf an künstlichen Tränen möglichst zu reduzieren.

Häufige Fragen

Sind konservierungsmittelfreie Tropfen besser?

Bei häufiger und langfristiger Anwendung sind konservierungsmittelfreie Präparate häufig besser verträglich. Konservierungsmittel können eine empfindliche Augenoberfläche insbesondere bei sehr häufiger Anwendung zusätzlich reizen.

Kann ich zu viele Augentropfen verwenden?

Wenn Sie immer wieder Tropfen benötigen, die Wirkung nur sehr kurz anhält oder die Augen trotzdem gerötet, gereizt oder wund bleiben, sollte abgeklärt werden, warum die Beschwerden bestehen und ob das verwendete Präparat geeignet ist.

Verwenden Sie bei länger bestehendem Trockenen Auge keine „Rötungen entfernenden“ Tropfen ohne fachlichen Rat. Teilen Sie Augentropfen außerdem nicht mit anderen Personen.

Welche Behandlung ersetzt die Tropfen?

Eine ursachengerichtete Behandlung ersetzt künstliche Tränen nicht unbedingt, sondern ergänzt sie. Je nach Ursache können beispielsweise IPL, Tixel oder eine gezielte Lidtherapie eingesetzt werden. Ziel ist es, die zugrunde liegenden Probleme zu behandeln und dadurch den Bedarf an Tropfen zu reduzieren.

Was kann ich tun, wenn die Tropfen nicht mehr helfen?

Wenn künstliche Tränen nicht mehr ausreichen oder nur noch für kurze Zeit Linderung bringen, ist eine gezielte Untersuchung sinnvoll. So lässt sich feststellen, welche Faktoren hinter den Beschwerden stecken und welche Behandlung am besten geeignet ist.

Lieber persönlich? Finden Sie eine Smart-Dry-Eyes-Klinik in Ihrer Nähe – in Deutschland, der Schweiz, Andorra oder Mexiko.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Augenärztin oder einen Augenarzt.

Nach oben scrollen